Großformatige Werbung für Events in Berlin
Allenthalben wird man mit Werbung bombardiert. Gerade in Zeiten konjunktureller
Flauten und schmaler Geldbeutel fällt es schwer zu glauben, dass Werbung noch großartig den letzten Anstoß zum Kauf
geben kann. Dies gilt insbesondere für großformatige Werbung. Mittlerweile ist man so daran gewöhnt, dass man in
den Städten an jeder Ecke Werbung begegnet, sodass man kaum mehr bewusst darauf achtet. Und auf eine unterbewusste
Wirkung kann man sich in Zeiten, in denen jeder Otto Normalverbraucher jeden Euro zweimal umdrehen muss, nicht
wirklich verlassen. Infolge dessen setzt sich nun ein Umdenken durch. Fachleute aus dem Bereich der Werbung haben
sich Gedanken gemacht, wie man Werbung und somit das Beworbene wieder näher an den Mann bringt.
Nun wagt man einen Feldversuch für kommende Events in Berlin. Man verzichtet
bewusst auf großformatige Werbung und versucht stattdessen lieber optisch und inhaltlich ansprechende,
kleinformatige Werbung als ausschließliches Werbemittel zu nutzen. Anschließend möchte man vor Ort bei den Events
umfragen, wie denn die einzelnen Besucher auf das jeweilige Event aufmerksam wurden.
Werbeforscher sind sich einig, dass Werbung im Kleinformat ohnehin sehr viel
besser dazu geeignet ist, um auf Resonanz zu stoßen. Zum einen ist sehr viel wahrscheinlicher, dass sie die
Aufmerksamkeit eines Betrachters erregt. So nimmt man sich sehr viel eher die Zeit, mal den Anzeigenteil in der
Zeitung zu inspizieren oder auch mal bewusst einen Blick auf die Werbung zu werfen, als dass man vor einem Plakat
stehen bleiben würde. Gerade heutzutage haben es viele Leute immer eilig. Auf einen Stadtbummel im eigentlichen
Sinne gehen allenfalls junge Menschen. Die Meisten hingegen sind in der Stadt immer mit einem Ziel vor Augen
unterwegs, sei es zum Einkaufen oder auf dem Weg zur bzw. von der Arbeit. Da wird großformatige Werbung (wenn
überhaupt) nur am Rande wahrgenommen.
Werbung im Kleinformat hingegen kann entweder in Form von günstigen Flyern oder
im Kontext eines Magazins oder einer Zeitung unter die Leute gebracht werden. Dadurch wirkt kleinformatige Werbung
sehr viel persönlicher, da sich der Leser direkter angesprochen fühlt. Und selbst jene, die sich immer wieder
genervt geben, wenn sie in der Fußgängerzone einen Flyer in die Hände gedrückt bekommen, würdigen diesen doch
zumindest eines kurzen Blickes. Und das ist oft schon mehr als bei der großformatigen Werbung
rüberkommt.
Verschiedene Berlin Hotels sind schon längst ausschließlich zur Werbung im
Kleinformat übergegangen, da dies auch sehr viel exklusiver wirkt. Überhaupt gibt es nur noch wenige Branchen, die
auf Werbung im großformatigen Stil vertrauen. Zu ungewiss ist einfach der Anklang, den man mit großformatiger
Werbung erzeugen kann. Meist macht Werbung im Großformat ohnehin nur dann Sinn, wenn man auch ein entsprechend
auffälliges Bildmotiv als Blickfang hat. Werbung, die vor allem informieren soll – wie im Fall der Events in Berlin
– ist im Großformat meist sehr schwer umzusetzen.
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